Kermanshah: Zurkhaneh

Unsere Bauchdecke vibriert von rhythmischen Trommelschlägen und aufpeitschendem persischen Gesang. Männerschweiß tropft auf Schaumstoffmatten und macht das Atmen in den engen Katakomben unter dem Bazar fast unmöglich. Es werden riesige Holzkeulen im Takt der Musik geschwungen, Muskelberge bewegt und dabei keine Miene verzogen.
Nur ab und zu wird gemeinsam gegrölt: „Maschalla!“ („Bravo“)

Mit Saber sitzen wir ehrfürchtig in einem traditionellen Zurkhaneh. Schon beim Eintreten merkt man, dass es sich um einen besonderen Ort handelt. Nur in gebückter und damit demütiger Haltung kann man den Kellerraum betreten. In einer einen Meter tiefer gelegenen achteckigen Grube trainieren hier Männer jeden Alters nach den Traditionen des Sufiordens nicht nur ihren Körper. Es werden Gebete oder Geschichten aus dem Leben Mohammeds rezitiert und die Männer, die ihre Bewegungen immer wieder synchron ausführen, scheinen wie in Trance.

Normalerweise haben Frauen keinen Zutritt. Für eine Touristin kann man aber laut unserem Gastgeber Saber eine Ausnahme machen. Zum Glück! Wir sind beeindruckt von diesem faszinierenden und anstrengenden Sport.

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