Delhi versinkt im Smog

Schon bei der Ankunft in Delhi bin ich ziemlich erkältet und wir verlängern unseren Aufenthalt auf über eine Woche. So kann ich mich in unserem wunderschönen Zimmer in Hauz Khas Village erholen. Nach zwei Tagen hat es auch Moritz erwischt. So verbringen wir die meiste Zeit drinnen. Wenn man schon krank ist, dann ist Delhi dafür gar nicht so schlecht. Wir können uns alle leckeren Gerichte liefern lassen, haben zwei Zimmer für uns, spielen mit Aussicht auf den Park Backgammon und schauen uns sogar einen Tatort an. Frühstück bekommen wir im Cafe im Erdgeschoss unseres Hauses und Medikamente bringt der nette Hausmeister vorbei.

Die wenigen Sehenswürdigkeiten die wir besichtigen, sind so unspektakulär, dass wir guten Gewissens jeden Tag bis nach elf im Bett bleiben können. Als wir wieder fit sind, erleben wir dann doch noch einen Höhepunkt. Unser Gastgeber empfiehlt uns zum Essen in die Masala Library zu gehen. Dort bekommen wir ein 19-gängiges Menü molekularer Küche. Jeder Gang ist von einer anderen Region Indiens inspiriert. Dazu gibt es perfekt gemixte Cocktails.

Da die kalte Jahreszeit begonnen hat, wird die Luftverschmutzung in Delhi immer schlimmer. Eigentlich sind wir schon wieder gesund, brechen aber einen geplanten Ausflug ab, weil uns schwindlig wird, Hals und Nase brennen und wir kaum noch Luft bekommen. Die Sicht ist so schlecht, dass es auf der Autobahn eine Massenkarambolage gibt. Die Schulen in Delhi werden geschlossen.
Es sieht aus als läge die ganze Stadt unter einem Nebelschleier. Tatsächlich ist es Smog. Wenn es kälter wird hält sich dieser in Bodennähe und steigt nicht so schnell auf wie im Sommer. Zuhause klingt Klimaschutz immer eher theoretisch. Hier aber merken wir, wie verzweifelt man ist, wenn man den Auswirkungen gnadenlos ausgeliefert ist. Der Husten wird mich noch einige Wochen begleiten.

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3 Kommentare zu „Delhi versinkt im Smog

  1. Schon krass wie das aussieht wenn so starker Smog ist und wenn man dem so ausgeliefert ist. Wie immer schöne Fotos. Die Sicht aus eurem Balkon war ja nicht schlecht.

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  2. Am besten gefällt mir nach längerem betrachten das Foto vom Busbahnhof mit dem Mann. Das Motiv ist einfach stark!
    (Was natürlich nicht heißt, dass die anderen schlecht sind 😉 )

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